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Fotos Insel Reichenau

Segel mal hin - nach Öhningen (Bilder zum Vergrößern anklicken)

Öhningen - immer wieder ein lohnendes Ziel für den Touren- und Genußsegler - und wohl weniger für den "ambitionierten Kaffeesegler", für den z. B. Ankern an der "Liebesinsel" im Zeller See bereits ein Sommersonntagnachmittagstraum ist und der spätestens ab 3 Bft die Segel einholt. Aber wer weiß, vielleicht verspürt der eine oder andere Segler/-in nach dem Lesen dieser Hafenbeschreibung Lust, es mal mit einem Törn an den westlichsten Zipfel des Bodensees zu versuchen.

Es tut gut, daß man im Öhninger Hafen "Segler" trifft, die gerne die Zeit und Geduld aufbringen, den Untersee hinunter zu kreuzen. Nicht nur die guten Windverhältnisse (Düsenwirkung) sprechen für dieses Revier, das meiner Meinung nach, landschaftlich gesehen, eines der Schönsten des gesamten Bodensee´s ist. Der Öhninger Sporthafen ist gut ausgestattet und die Hafenanlage, sowie die mit einem Zeltdach geschützten Terrasse des Segelclubs machen einen sehr gepflegten Eindruck. Die sanitären Anlagen, etwas zurück gesetzt in einem kleinen Wald liegend, sind zwar etwas rustikal und wohl nicht mehr so ganz "up do date", aber ein neues Sanitärgebäude befindet sich derzeit im Bau und soll voraussichtlich bis Juli 2006 fertig gestellt werden. Aktualisierung 18.09.2006 - Neue Sanitätanlagen wurden mittlerweile in Betrieb genommen.

Da die Gastliegeplätze in Öhningen an den Wochenenden während der Saison manchmal etwas knapp sind, tut man gut daran, nachmittags relativ zeitig diesen Hafen anzusteuern. Ein freundlicher Hafenmeister ist bei der Platzsuche behilflich. Gas- und Schwenkgrill stehen dem Hafenbesucher zur Verfügung. Wer sich lieber auf die Kochkünste anderer verlassen will, findet in Öhningen garantiert das passende kulinarische Angebot.

Der Öhninger Sporthafen liegt bereits im Bereich einer spürbaren Rheinströmung und so empfiehlt es sich beim Anlegemanöver den Bootshaken einzusetzen. (Ein fachkundiges Publikum ist übrigens beim Anlegemanöver -durch die nahe gelegene Terrasse des örtlichen Segelclubs- meistens garantiert. Ein Publikum, wie man es in vielen Häfen findet. Männer, die mit einer Flasche Bier in der Hand schweigend auf den See blicken (so verhalten sich angeblich nur Männer - sagt meine Frau) und Ereignissen entgegen sehen, die im Öhninger Sporthafen niemals stattfinden und auf Schiffe aus fernen Ländern warten, die hier niemals anlegen werden).

Hat man dann seinen Liegeplatz im Griff und das Boot sicher vertäut, so kann der landschaftliche Genuß beginnen. Abwechslung bringt unter anderem die Berufsschiffahrt (schreibt man die inzwischen mit 2 oder 3 f ?) und manchmal heißt es dann "Tassen festhalten!", besonders wenn die Munot (das Schiff, das keine Wellen macht) talwärts anlegt und eine ordentliche Grundsee mitbringt. Aber auch hier ist irgendwann mal Feierabend am Landesteg der Fahrgastschiffe und es kehrt Ruhe auf dem Wasser ein. Wohltuende Ruhe und Stille, ein Privileg der Öhninger Hafennächte, das hier schon fast garantiert wird. (Ok, wir haben da auch schon mal länger und etwas lauter gefeiert ....)

Der "nächtliche Blick" auf das gegenüberliegende Schweizer Ufer mit seinen Lichterketten ist etwas für die romantische Seele. Wohl dem, der die Augen und ein offenes Herz für die Schönheit und Ausstrahlung dieser einzigartigen Landschaft hat und über eine entsprechende Portion Genußfähigkeit verfügt. Ab und zu hört man aus der Ferne "Kuhglockengeläute." Wir sind hier in Öhningen auf der Höri und beinahe in der Schweiz.

Rudi Dold

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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